Haushaltsrechnung: Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben
Sie möchten eine Immobilie kaufen? Bevor Sie Ihr Vorhaben im Detail planen, empfehlen wir, sich mithilfe einer Haushaltsrechnung einen Überblick über Ihre persönlichen Finanzen zu verschaffen und zu berechnen, wie hoch der Kredit für Ihre Immobilie sein kann. Was Sie dafür benötigen und welche Positionen dazugehören, erfahren Sie hier.
Was ist eine Haushaltsrechnung?
Mithilfe einer Haushaltsrechnung können Sie verlässlich ermitteln, wie viel Darlehen Sie sich für Ihre zukünftige Immobilie leisten können. Auch Banken erstellen eine Haushaltsrechnung bei der Beantragung eines Kredites, wie beispielsweise einer Baufinanzierung, um zu berechnen, ob Sie die fälligen Raten des Darlehens auch wirklich tilgen können. Um die Höhe des frei verfügbaren Betrages zu ermitteln, stellen Sie oder die Bank Ihre Einnahmen und Ausgaben in einer Haushaltsrechnung gegenüber.
Aus dem Differenzbetrag kann die monatliche Darlehensrate geleistet werden. Bitte beachten Sie, hierbei eine Reserve von mindestens 10 % und gegebenenfalls einen Puffer für höhere Fixkosten (z.B. für die Grundsteuer) zu berücksichtigen.
Aus diesen Positionen setzt sich eine Haushaltsrechnung zusammen
Ihre Einkünfte: So ermitteln Sie das Nettohaushaltseinkommen
Die Rechenbasis für Ihre Haushaltsrechnung ist das Nettohaushaltseinkommen. Das Nettohaushaltseinkommen stellt die Summe aller Einkünfte Ihres Haushaltes nach Abzug von Steuer- und Sozialabgaben dar. Dabei empfehlen wir, Sonderzahlungen, wie Weihnachts- oder Urlaubsgelder und Boni nur dann zu berücksichtigen, wenn sie nicht in der Höhe schwanken.
Zu den regelmäßigen Einkünften zählen beispielsweise:
Lohn, Gehalt, Rente
Gehalt aus festen Nebentätigkeiten oder selbstständiger Arbeit
Wenn Sie diese Einkünfte addieren, erhalten Sie Ihr Nettohaushaltseinkommen.
Ihre Ausgaben: Wohnkosten, Lebensunterhalt & Co.
Um Ihre Lebenshaltungskosten zu ermitteln, können Sie einen Blick in die Kontoauszüge der letzten Monate werfen.
Folgende Kostenpunkte sollten Sie bei den Lebenshaltungskosten berücksichtigen:
Wohnnebenkosten (z.B. Wasser, Strom etc.)
Haus-/Wohngeld für Eigenheimbesitzer (Mindestpauschale von 4 Euro pro qm-Wohnfläche)
KFZ-Kosten (Erfahrungswerte der Frankfurter Volksbank Rhein/Main: 350 Euro pro Monat)
Telefon, Internet, Mobilfunk
Rundfunk und Fernsehen
Versicherungsbeiträge
Aufwendungen für Sparverträge oder Altersvorsorge
Kreditraten / Sollzinsen
Lebensunterhalt (z.B. Essen, Kleidung, Kosmetik)
Sport und Vereinsbeiträge
Bildung und Kultur
Freizeit und Urlaub
Spenden
Sonstiges (z.B. eine Reserve für unerwartete Kostenpunkte)
Wenn es schnell gehen muss: Pauschalbeträge für Lebenshaltungskosten
Um die Lebenshaltungskosten zu überschlagen, können Sie folgende Erfahrungswerte der Frankfurter Volksbank zur Lebenskostenpauschale verwenden. Natürlich ist es genauer, Ihre Ausgaben mithilfe Ihrer Kontoauszüge zu addieren.
Monatliches Einkommen*
bis 3.999€
von 4.000 bis 7.499€
7.500 bis 9.999€
ab 10.000€
1-Personen-Haushalt
650€
850€
1.050€
1.300€
2-Personen-Haushalt
1.200€
1.550€
1.900€
2.400€
1. Kind
425€
550€
680€
850€
Jedes weitere Kind
375€
480€
600€
750€
*Als Einkommen gilt das Haushaltseinkommen (Nettoeinkommen, Mieten und gewerbliche Einkünfte vor Steuerabzug)
Haushaltsrechnung: So funktioniert's
Listen Sie hierzu alle regelmäßigen Einnahmen sowie sämtliche Ausgaben auf. Beachten Sie dabei ebenfalls Kosten, die nur einmal jährlich, aber dennoch regelmäßig anfallen.
Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben
Einkünfte
Ausgaben
Lohn, Gehalt, Rente
Miete/Wohnkosten inkl. Nebenkosten
Nebenjobtätigkeit
Lebenshaltungskosten
Kapitalerträge
KFZ-Kosten
Einnahmen aus selbstständiger Arbeit
Versicherungsbeiträge
Mieteinnahmen
Sparraten
Einnahmen aus Verpachtung
Kreditkarten/Sollzinsen/Kreditraten
Staatliche Leistungen (z.B. Kindergeld)
Unterhaltszahlungen
Sonstiges
Sonstiges
= Σ Einnahmen
= Σ Ausgaben
Die Differenz der beiden Spalten bildet dann (abzüglich einer Reserve von mindestens 10 % und ggf. zu berücksichtigenden Fixkosten) den Geldbetrag, der Ihnen monatlich für Zins- und Tilgung eines Darlehens zur Verfügung steht.
Wie viel Haus können Sie sich leisten? Mit der Haushaltsrechnung den Kaufpreis berechnen
Mithilfe der möglichen monatlichen Rate und Ihrem Eigenkapital können Sie nun berechnen, wie viel Darlehen Sie aufnehmen könnten:
Um nun die Höhe des Kaufpreises zu ermitteln, addieren Sie die mögliche Darlehenshöhe mit Ihrem Eigenkapital und rechnen weitere 15 % dieser Summe als Kaufnebenkosten hinzu.
Ob persönlich oder digital - wir sind für Sie da!
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