23.07.2020

Haushaltsrechnung: Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben

Sie möchten eine Immobilie kaufen? Bevor Sie Ihr Vorhaben im Detail planen, empfehlen wir, sich mithilfe einer Haushaltsrechnung einen Überblick über Ihre persönlichen Finanzen zu verschaffen und zu berechnen, wie hoch der Kredit für Ihre Immobilie sein kann. Was Sie dafür benötigen und welche Positionen dazugehören, erfahren Sie hier.

Was ist eine Haushaltsrechnung?

Mithilfe einer Haushaltsrechnung können Sie verlässlich ermitteln, wie viel Darlehen Sie sich für Ihre zukünftige Immobilie leisten können. Auch Banken erstellen eine Haushaltsrechnung bei der Beantragung eines Kredites, wie beispielsweise einer Baufinanzierung, um zu berechnen, ob Sie die fälligen Raten des Darlehens auch wirklich tilgen können. Um die Höhe des frei verfügbaren Betrages zu ermitteln, stellen Sie oder die Bank Ihre Einnahmen und Ausgaben in einer Haushaltsrechnung gegenüber.

Aus dem Differenzbetrag kann die monatliche Darlehensrate geleistet werden. Bitte beachten Sie, hierbei eine Reserve von mindestens 10 % und gegebenenfalls einen Puffer für höhere Fixkosten (z.B. für die Grundsteuer) zu berücksichtigen.

Aus diesen Positionen setzt sich eine Haushaltsrechnung zusammen

Ihre Einkünfte: So ermitteln Sie das Nettohaushaltseinkommen

Die Rechenbasis für Ihre Haushaltsrechnung ist das Nettohaushaltseinkommen. Das Nettohaushaltseinkommen stellt die Summe aller Einkünfte Ihres Haushaltes nach Abzug von Steuern- und Sozialabgaben dar. Dabei empfehlen wir, Sonderzahlungen, wie Weihnachts- oder Urlaubsgelder und Boni nur dann zu berücksichtigen, wenn sie nicht in der Höhe schwanken.

Zu den regelmäßigen Einkünften zählen beispielsweise:

  • Lohn, Gehalt, Rente
  • Gehalt aus festen Nebentätigkeiten oder selbstständiger Arbeit
  • Kapitalerträge
  • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
  • Unterhaltszahlungen
  • Staatliche Leistungen (Sozialleistungen, Kindergeld)

Wenn Sie diese Einkünfte addieren, erhalten Sie Ihr Nettohaushaltseinkommen.

Ihre Ausgaben: Wohnkosten, Lebensunterhalt & Co.

Um Ihre Lebenshaltungskosten zu ermitteln, können Sie einen Blick in die Kontoauszüge der letzten Monate werfen.

Folgende Kostenpunkte sollten Sie bei den Lebenshaltungskosten berücksichtigen:

  • Wohnnebenkosten (z.B. Wasser, Strom etc.)
  • Haus-/Wohngeld für Eigenheimbesitzer (Mindestpauschale von 2,30 Euro pro qm-Wohnfläche
  • KFZ-Kosten (Erfahrungswerte der Frankfurter Volksbank: 300 Euro pro Monat)
  • Telefon, Internet, Mobilfunk
  • Rundfunk- und Fernsehen
  • Versicherungsbeiträge
  • Aufwendungen für Sparverträge oder Altersvorsorge
  • Kreditraten / Sollzinsen
  • Lebensunterhalt (z.B. Essen, Kleidung, Kosmetik)
  • Sport und Vereinsbeiträge
  • Bildung und Kultur
  • Freizeit und Urlaub
  • Spenden
  • Sonstiges (z.B. eine Reserve für unerwartete Kostenpunkte)

Wenn es schnell gehen muss: Pauschalbeträge für Lebenshaltungskosten

Um die Lebenshaltungskosten zu überschlagen, können Sie folgende Erfahrungswerte der Frankfurter Volksbank zur Lebenskostenpauschale verwenden. Natürlich ist es genauer, Ihre Ausgaben mithilfe Ihrer Kontoauszüge zu addieren.

Monatliches Einkommen* bis 3.999€ von 4.000 bis 7.499€ 7.500 bis 9.999€ ab 10.000€
1-Personen-Haushalt 500€ 650€ 800€ 1.000€
2-Personen-Haushalt 800€ 1.050€ 1.300€ 1.600€
1. Kind 250€ 300€ 400€ 500€
Jedes weitere Kind 200€ 250€ 300€ 400€

*Als Einkommen gilt das Haushaltseinkommen (Nettoeinkommen, Mieten und gewerbliche Einkünfte vor Steuerabzug)

Haushaltsrechnung: So funktioniert's

Listen Sie hierzu alle regelmäßigen Einnahmen sowie sämtliche Ausgaben auf. Beachten Sie dabei ebenfalls Kosten, die nur einmal jährlich, aber dennoch regelmäßig anfallen.

Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben

Einkünfte Ausgaben
Lohn, Gehalt, Rente Miete/Wohnkosten inkl. Nebenkosten
Nebenjobtätigkeit Lebenshaltungskosten
Kapitalerträge KFZ-Kosten
Einnahmen aus selbstständiger Arbeit Versicherungsbeiträge
Mieteinnahmen Sparraten
Einnahmen aus Verpachtung Kreditkarten/Sollzinsen/Kreditraten
Staatliche Leistungen (z.B. Kindergeld) Unterhaltszahlungen
Sonstiges Sonstiges
= Σ Einnahmen = Σ Ausgaben

Die Differenz der beiden Spalten bildet dann (abzüglich einer Reserve von mindestens 10 % und ggf. zu berücksichtigenden Fixkosten) den Geldbetrag, der Ihnen monatlich für Zins- und Tilgung eines Darlehens zur Verfügung steht.

Wie viel Haus können Sie sich leisten? Mit der Haushaltsrechnung den Kaufpreis berechnen

Mithilfe der möglichen monatlichen Rate und Ihrem Eigenkapital können Sie nun berechnen, wie viel Darlehen Sie aufnehmen könnten:

Mögliche monatliche Rate x 1.200 : (Sollzins + Tilgung) = mögliche Darlehenshöhe

Um nun die Höhe des Kaufpreises zu ermitteln, addieren Sie die mögliche Darlehenshöhe mit Ihrem Eigenkapital und rechnen weitere 15 % dieser Summe als Kaufnebenkosten hinzu.

Keine Lust, selbst zum Taschenrechner zu greifen? Mit unserem Baufinanzierungsrechner ermitteln Sie ganz komfortabel und schnell, wie viel Haus Sie sich leisten können. Probieren Sie es gleich aus!

Fragen? Wir beraten Sie gerne unverbindlich

Sie sind sich unsicher, ob Ihre Haushaltsrechnung korrekt ist? Oder haben Fragen zur Finanzierung Ihrer Immobilie? Wir unterstützen Sie gerne mit einer persönlichen Beratung vor Ort. Unsere Finanzierungsexperten zeigen Ihnen, wie Sie eine Haushaltsrechnung aufstellen und welche Darlehenshöhe realistisch ist.

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Die genannten Informationen haben wir nach bestem Wissen sorgfältig zusammengetragen. Eine Haftung jeglicher Art schließen wir dennoch aus.

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